31. Dezember 2025

Bilanz mit Perspektive: Thomas Auer über 2025 und die nächsten Schritte

Bilanz mit Perspektive: Thomas Auer über 2025 und die nächsten Schritte

Das Jahr 2025 brachte für den steirischen Judosport nicht nur Medaillen und Titel, sondern auch wichtige Entwicklungsprozesse. Im Gespräch zieht Thomas Auer, Präsident von Judo Steiermark, eine Bilanz und spricht über positive Signale im Nachwuchs, neue Impulse im Landesverband und darüber, was 2026 ansteht.

Wie würdest du das Jahr 2025 rückblickend zusammenfassen?

Thomas Auer: 2025 war nicht ganz so erfolgreich wie die Jahre vorher, aber immer noch sehr gut. Aber das ist ganz normal, dass es auch mal ein bisschen ein Einbruch kommt. Lisa, Verena und Marcus sind jetzt in der Allgemeiner Klasse und müssen da auch erst einmal ankommen.

Ergebnistechnisch muss man zwei Sachen hervorheben: Das eine ist, sicher der Titelgewinn in der Frauen Bundesliga der SU Noricum Leibnitz. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben, dass ein steirischer Verein die Bundesliga gewonnen hat. Und das zweite ist, die erste Europacup-Medaille von Emma Filzwieser.

Gutes Stichwort: Wo siehst du positive Signale im steirischen Judosport?

Emma hat eine gute Entwicklung gehabt. Mit der Europacup-Medaille hat sie ihre sehr gute Leistungssteigerung gezeigt. Da kann man nur hoffen, dass nächstes Jahr eine EM-Quali kommt.

Bei den Nachwuchsmeisterschaften sind wie im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas schwächer unterwegs. Was allerdings erfreulich ist, ist, dass die Sportlerinnen und Sportler, die Medaillenplatzierungen erreichen, aus verschiedenen Vereinen kommen.

Welche Leistungen stehen stellvertretend für das Jahr 2025?

Abgesehen von Lisa, Verena und Marcus, die konstant über die Jahre Leistung erbringen, sind es sicher der Bundesliga-Titel und Emma mit ihrer Europacup-Medaille. Die sind sicher zum Herausheben.

Thomas Auer (links) zieht Bilanz. © Laura Rieger

Wenn wir einen Blick auf 2026 werfen: Was soll sich weiterentwickeln oder festigen? 

Nach der Europacup-Medaille ist eine EM-Qualifikation für Emma natürlich ein möglicher Saisonhöhepunkt. Das muss man so sagen und ist auch durchaus realistisch. Außerdem sollen sich Lisa, Verena und Marcus in der Allgemeinen Klasse etablieren und in der Weltrangliste weiter nach vorne kommen. Im Nachwuchs sind wir breit gestreut. Da würde ich mir wünschen, dass es in der U16 und U18 mehr Medaillen gibt.

Wo kann man mehr Impulse setzen beziehungsweise den Nachwuchs in der Steiermark noch mehr fördern?

Was man auf jeden Fall erwähnen kann und was gut ist, ist dass wir im Landesverband einen personellen Wechsel hatten. Stefan Riegler wird jetzt mehr im Spitzensport übernehmen. Ich bin überzeugt, dass Stefan neue, eigene Impulse setzen wird und man seine Handschrift erkennen wird. Er ist jemand, der in der Steiermark anerkannt ist, sehr gute Arbeit leistet und das ist für uns sehr gut. 

Welche sportlichen Ziele bzw. Turniere stehen 2026 im Fokus? 

Das kommt auf die Altersklasse drauf an.

Im Spitzensport geht es darum, anzuschreiben, Punkte zu machen und in der Weltrangliste nach vorne zu rücken. Es wäre wünschenswert, wenn sich Emma für ein Großereignis qualifiziert und bei den Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler geht es darum, bei österreichischen Meisterschaften aufzuzeigen und Medaille zu gewinnen.

Autor: Laura Rieger

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