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Judo World Cup in Prag - Andi Mitterfellner (ASKÖ
Pöls, -66kg) ausgeschieden.
Dieses Turnier war für den Pölser von enormer
Wichtigkeit, denn danach gibt es nur mehr die EM in Portugal,
um sich für Peking zu qualifizieren. Ein Stockerlplatz
in Prag hätte "die ganze Sache" enorm erleichtert.
Im ersten Kampf gegen den starken Holländer Elmot
Dax bestimmte Andreas Mitterfellner das Kampftempo, doch
der Holländer zeigte ein paar superschnelle Eingänge
zu hidari-seoi-nage, kam aber vorerst nicht durch. Doch
dann gelang ihm die Kombination hidari-seoi-nage - o-soto-gari,
was leider zu Ippon gegen Andi führte.
Da der Holländer in Folge gegen den Polen Pawel Zagrodnik,
dem Finnen Jussi Uotila und den Italiener Giovanni Casali
jeweils als Sieger von der Matte ging, und damit Gruppensieger
wurde, kam Andi in die Hoffnungsrunde.
Dort wartete als erster Gegner der Pole Pawel Zagrodnik.
"Ippon Andi" löste dieses Problem in der
letzten Minute des Kampfes durch einen Fußgreifer
- Sieg durch eine Waza-ari - Wertung.
Im nächsten Kampf gegen den Finnen Jussi Uotila begann
Andi sehr agressiv, was dem Finnen eine Strafe wegen Inaktivität
einbrachte. Nach zwei Minuten führte Andreas Mitterfellner
durch seinen Spezialwurf Kata-guruma mit Yuko, nachdem er
schon vorher durch Shido (Rolle wegen Inaktivität)
in Führung lag. Doch der Finne wurde in Folge immer
stärker und glich aus: zuerst handelte sich Andi eine
Strafe wegen "hinunterziehen" ein, danach folgte
ein o-uchi, daher kam es logischer Weise zum Golden Score.
Leider gelang dem Finnen dort ein Fußgreifer - Koka.
Andreas Mitterfellner war danach natürlich
sehr enttäuscht. In dieser Saison absolvierte er ein
enormes Turnierprogramm, was sich schließlich als
sehr kräfteraubend herausstellte. Aber das machen in
einem Jahr der Olympiaqualifikation mehrere Judoka ebenso.
Vielleicht ist es für ihn besser, wenn er bei der kommenden
Österreichischen Staatsmeisterschaft in Oberwart nicht
startet und sich stattdessen regeneriert, um bei der Europameisterschaft
in Portugal seine letzte Chance für die Olympiade zu
nützen, denn eine kleine Chance für Peking ist
immer noch vorhanden, und Olympia ist sicher wichtiger als
alles andere!
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