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ES WAR DER "ERWARTET SCHWERE KAMPF!"
Vor einer Woche feierten die Leibnitzer Judoka trotz Personalprobleme
(Stefan Ribitsch Uniprüfung, Benny Ogertschnig Maturareise)
einen sicheren 9:4 Erfolg über Gallneukirchen. Einziger
Wermutstropfen war die Verletzung von Benny Archan. Aber
auch die Union Raika Flachgau bleiben über LZ Multikraft
Wels mit 8:5 erfolgreich. Damit sind beide Mannschaften
bis jetzt unbesiegt. Eine spannendere Ausgangsposition konnte
es eigentlich gar nicht geben.

Stiegler - Ribitsch - Nakamura - Ackerl -
Schreiber - Popp - Bertagnoli
Bereits eine gute halbe Stunde vor Wettkampfbeginn war
die Mehrzweckhalle bis zum letzten Mann (Frau) besetzt und
Parkplätze Mangelware! Genau dieser Umstand sprach
für Leibnitz, obwohl die Flachgauer vor Beginn dieser
Begegnung als leichte Favoriten galten. Immerhin haben die
Flachgauer vier aktuelle U20 Staatsmeister, einen U20 WM-Fünften,
sowie einen russischen Spitzenjudoka in ihren Reihen!
Vor Beginn stellte Norbert Wiesner in seiner bekannt
mitreißenden Art die einzelnen Kämpfer vor und
sparte auch nicht mit Lob für die gegnerische Mannschaft.
Auch das fachkundige Publikum gegrüßte die Gäste
äußerst fair. Man kann es vorwegnehmen - es war
eine - sportlich gesehen - sehr faire Begegnung, was wiederum
Werbung für die "schönste Sportart der Welt"
war.
Im ersten Kampf versuchte Christoph Stiegler gegen
"Österreichs aktuelle Nummer drei" Bernhard
Pohn sein Glück. Nach eineinhalb Minuten führte
der Flachgauer mittels Selbstfaller mit Yuko, was aber Christoph
durch einen "Super De-ashi-barai" aufholen konnte.
Pohn konnte aber durch einen weiteren Selbstfaller mit Yuko
in Führung gehen. Christoph stellte sich in Folge gegen
die Selbstfaller sehr gut ein, konnte aber den Rückstand
nicht mehr aufholen - damit stand es 0:1 für Union
Raika Flachgau.
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In der Klasse bis 66kg war Stefan Ribitsch
- der Kapitän der Leibnitzer - gegen Kevin Spitzer
eindeutig der überlegene Kämpfer. Zwei Beingreifer
(Yuko und Koka) bzw. ein Tai-o-toshi (Yuko) von Stefan
führte zum 1:1 Ausgleich. |
Dann kam der Cassius Clay (Mohamed Ali) des Judosports
unter tosenden Publikumsbeifall auf die Matte - Toshihide
Nakamura.
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Toshis tänzelnde Bewegung und seine Beinarbeit
erinnern stark an den ehemaligen Superboxstar Cassius
Clay! Toshi kommt nicht auf die Matte - Toshi erscheint! |
Ein gekonnter Seoi-nage Angriff nach 36 Sekunden brachte
Toshi einen Koka - Vorteil. Toshis Gegner - Felix Schirnhofer
konnte sich vor dem Aufprall noch geschickt wenden, ansonst
wäre es zu einer höheren Wertung gekommen. Überhaupt
kämpfte Schirnhofer taktisch sehr klug, was in der
letzten Minute zu einer - zumindest etwas "diskutierbaren"
Shido Strafe für Toshi führte. Damit endete dieser
Kampf unentschieden.
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Da in den folgenden Kämpfen Philipp Ackerl
gegen Florian Strasser mit Ippon (Beinfasser), bzw.
Markus Scheiber gegen Max Schirnhofer ebenfalls
mit Ippon durch Seoi-nage (Schulterwurf) verlor, lag
Leibnitz mit 1:3 hinten. |
Mit dieser enormen psychischen Belastung musste nun Philipp
Popp gegen den russischen Superkämpfer Vitali Zelezvjak
auf die Matte. Aber Philipp haben geistige Leistungen in
letzter Zeit sicherlich des öfteren geplagt, hat er
doch eben zuvor die Meisterprüfung zum Werksmeister
erfolgreich abgelegt - dazu unsere herzliche Gratulation.
Das war ja auch der Grund, warum Philipp im letzten Jahr
nicht mehr so viel zeit für Judo aufwenden konnte.
Unser "Popovic" war von den Betreuern Norbert
Wiesner und Ing. Gernot Wenzel taktisch glänzend auf
diesen Kampf eingestellt worden.
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Philipps Gegner versuchte mit sehr tiefen Angriffen
den Erfolg, was ihm aber letztlich ein kampfentscheidendes
Shido (hinunterziehen) einbrachte. |
Philipp verteidigte diesen Vorsprung bis zum Kampfende
- dieser Kampf war sicher vorentscheidend, denn eine Niederlage
konnten sich die Leibnitzer in der ersten Runde einfach
nicht leisten - neuer Stand damit: 2:3.
Damit war der letzte Kampf im ersten Durchgang für
Martin Bertagnoli ebenfalls von größter
psychischer Belastung. Doch auf Martin ist eben Verlass.
Es war einfach wunderbar zu beobachten, wie blitzschnell
Martin einen Fehler des Gegners erkannte und einen sehenswerten
Seoi-nage durchbrachte - Koka nach 1.43 Minuten.
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Den Schlusspunkt und damit "die Erlösung"
für das Publikum setzte Martin dann nach drei Minuten
gegen Josef Binder durch einen wunderschönen Untertaucher
- ganz klar: Ippon! So ging dieser Kampf mit 3:3 in
die Pause. |
Der zweite Durchgang begann resultatsmäßig gleich
wie der Erste. Christoph Stiegler verlor durch Selbstfaller
(Ippon).
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Stefan Ribitsch gewann mit einem "Vorzeige
- O-soto-gari" Ippon - damit stand es 4:4. |
Dann "erschien" wieder "Judo-Gott"
Toshihide Nakamura auf der Matte! Sein neuer Gegner
Jan Zehetner versuchte mit "toshiähnlichen"
tänzelnden Bewegungen seinem Gegner Paroli zu bieten.
Diese Taktik brachte ihm aber nichts ein. Nach einer Koka
- Wertung packte Toshi zu Beginn der letzten Minute sein
reichhaltiges technisches Potenzial aus. Einem meisterhaften
O-Uchi folgte eine unbeschreibliche Kombination, welcher
mit einen filmreifen Wurf (natürlich Ippon) endete
- schade, dass es davon keine Wiederholung gibt! Damit übernahmen
die Leibnitzer zum ersten mal die Führung 5:4.
Diese Führung hielt aber nicht lange, denn Max Schirnhofer
glich durch einen Sieg gegen Philipp Ackerl zum 5:5
aus.
"Werkmeister" Philipp Popp bewies einmal
mehr, dass er nicht nur in seinem Beruf ein Meister ist
- er ipponisierte Florian Strasser durch eine meisterhafte
Wurfübernahme.
Da Markus Scheiber in Folge aber gegen Max Schirnhofer
mit einer Ippon Niederlage die Matte verlies, stand es vor
dem letzen Kampf 6:6
Nun musste Martin Bertagnoli gegen Vitali Zelezvjak
fast auf "ein Wunder hoffen!"
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Das Publikum brachte bei diesem Kampf nicht nur die
Halle - sondern wahrscheinlich auch die Nerven von Martin
zum beben! Es war einfach unglaublich, wie profimäßig
Martin sich dieser schweren Aufgabe stellte. |
Auch dann, als er nach 1.32 Minuten mit Yuko durch Seoi-nage
im Rückstand lag, kämpfte er beherzt, fast schon
heldenhaft weiter! Der tiefe Kampfstil des Russen brachte
ihm - wie schon in Runde eins - eine Strafe ein (Shido).
Durch eine Unachtsamkeit (aus der Matte gestiegen) bekam
Vitali sogar eine zweites Strafe ausgesprochen. So endete
dieser Kampf unentschieden.
Insgesamt 6:6, Unterbewertung 48:55 aus Sicht der Leibnitzer.
Dieses Ergebnis macht die Titelentscheidung noch spannender
als zuvor.
Der Steirische Judoverband gratuliert der Union Sparkasse
Leibnitz und auch der Union Raika Flachgau zu diesen Leistungen
und fairen Kämpfen und bedankt sich bei ihnen für
diese großartige Werbung für unseren Sport.
Tabelle nach der 6.Ligarunde (drei Runden
vor Schluss)
| Mannschaft |
Punkte
|
| Sportunion "Die Woche" Leibnitz |
11
|
| Union Raika Flachgau 2 |
11
|
| LZ Multikraft Wels |
10
|
| ASV ÖGJ Szbg |
8
|
| Colop Samurai Wien |
6
|
| ULZ Tectum Hohenems |
6
|
| Sandokan Galaxy Tigers |
4
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| SV Gallneukirchen |
2
|
| Sanjindo Bischofshofen |
2
|
| PSV Szbg |
0
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Stand: KH 10.07.2007
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Für Leibnitz noch zu kämpfen
7. Runde (28.09): Leibnitz gegen Wels
8. Runde (05.10.): Leibnitz gegen Colop Samurai
9. Runde (26:10): Leibnitz gegen ASV ÖGJ Salzburg
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