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50 JAHRE JUDOKLUB ATUS BRUCK/MUR
EINE EINDRUCKSVOLLE FEIER MIT "ZAUBERHAFTEN FLAIR!"
So wie das Land ist, so sind die Leute, sagt ein Sprichwort.
Wenn man nach Bruck kommt, sieht man die mächtigen
Berge und den harten Fels. Sieht man sich die Stadt dann
genauer an, erkennt man die sich schlängelnde Mur,
die Mürz, und auch den Glanzbach und den Kaltbach.
Also auf der einen Seite das Harte, die Berge, andererseits
aber auch die sich schlängelnden Bäche und Flüsse.
Übersetzt auf die Bewohner wären diese Eigenschaften
ja ideal für einen Judoka - einerseits stark und mächtig,
andererseits auch geschmeidig und flink.
Die geographische Lage machte Bruck unter anderem auch
zu einer Handels- und Verkehrsstadt. Es ist bewiesen, dass
in Bruck etwa 800 Jahre vor Christus bereits reger Handel
betrieben wurde.
Nun, ganz so alt ist der Judoklub Bruck an der Mur nicht,
aber er ist immerhin älter als der Steirische Judo
- Landesverband. Und auch das will was heißen, denn
der Steirische Judoverband, gegründet am 01.06.1957
(Vorsitzender: Manfred Hofer aus Weiz) ist immerhin - nach
Oberösterreich der zweitälteste Landesverband
Österreichs.
Aber der Judoklub Bruck an der Mur wurde eben noch früher
- 1955 (als eine Sektion des ATUS Bruck/Mur) gegründet
und zählt damit - gemeinsam mit Niklasdorf, Weiz und
dem Judoklub Graz (heutiger ASKÖ Graz) und Zeltweg
zu den ältesten Judoklubs der Steiermark. Aber Judo
- nicht als eingeschriebener Klub - gibt es ja bewiesener
Weise schon zumindest seit 1951 (Graz) in der Steiermark.
Judo gab es in Bruck ebenfalls schon vor dem Jahr 1955.
Bei der Klubgründung 1955 im Gasthof Löffler konnte
man bereits auf 30 Mitglieder hinweisen. Wenn man die Geschichte
des Steirischen Judosports betrachtet, fällt auf, dass
es immer einzelne Idealisten waren, welche Großartiges
geleistet haben. Im Großen und Ganzen hat sich diesbezüglich
bis heute nicht viel verändert. Nur muss man sich die
damaligen Umstände vor Augen halten, z. B. die finanzielle
Lage etc. So betrachtet können wir Steirer auf unsere
Judopioniere mit Recht stolz sein, denn sie haben immenses
geleistet.
1.Platz - Steir.Mannschaftsmeisterschaft
1962
Tremel - Müller - Traxler
Lingitz
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3. Platz - Österr. Bundesfest
- Mannschafts-
meisterschaft
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Judo Prüfungen in Bruck 1963
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Trainingslehrgang mit "Sato"
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2.Platz - Intern.Bundesmeist.1963
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Einer dieser ganz Grossen des Steirischen Judosports und
vielleicht "der Vater des Judoklubs Bruck" an
der Mur war Hannes Schweiger, der erste Dan - Träger
der Steiermark. Herr Schweiger hat zuvor in Graz trainiert.
Außer als Trainer agierte er zur Klubgründung
noch als Kassier. Der damalige Obmann war Hr. Krutzler und
sein Stellvertreter war ein Hr. Leistentritt. Als Schriftführer
fungierte Hr. Pollak und als Kassierstellvertreter kommt
mit Fred Schweiger zum zweiten mal der Name Schweiger vor.
Hannes Schweiger war auch ein begnadeter Kampfrichter, damals
sagte man noch - wie im Fußball - Schiedsrichter und
leitete in dieser Funktion sehr viele Kämpfe.
Peter Traxler - Karl Wurm
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Seine Glanzleistung war aber - und das ist meine
ganz persönliche Meinung - die Erkennung und
Förderung eines der größten Talente,
welches der Bruckner Judosport jemals herausgebracht
hat.
Heute, fast auf den Tag genau - es war der 15. September
1959 im Turnsaal der Volksschule - also vor 46 Jahren
- betrat Peter Traxler die Matten des Judovereins
ATUS Bruck/Mur.
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Die Zeit, wo unser "Peter der Große" noch
aktiv auf der Matte tätig war, darf man ja als eine
der Blütezeiten des Bruckner Judoka bezeichnen. Der
Peter hatte stets zwischen 30 - 50 Judoka als Partner zur
Verfügung, der Verein verfügte über 2 Kampfmannschaften,
und so war es nicht immer einfach, in die Kampfmannschaft
zu kommen, obwohl es damals 10er Mannschaften gab. Dazu
kam noch - wie schon erwähnt - starke Konkurrenz durch
benachbarte Klubs. Die "Hausberger - Dynastie"
aus Pöls stellte sich immer wieder als "schwerer
Brocken" heraus.
1976 gelang den Bruckern souverän der Meistertitel
in der Steirischen A-Liga und selbst der Aufstieg in die
Staatsliga B in Kufstein wurde nur durch einen Punkt versäumt.
Die damaligen Spitzenkämpfer waren unter anderen der
Staatsmeister Julius Karner aus Niklasdorf oder auch
Josef Cseri, der Gründer des Judoklubs Frohnleiten.
Leider gibt es die damaligen Judoklubs Kindberg und Breitenfeld
heute nicht mehr, aber wenn man die obersteirischen Klubs
aus rein geographischer Sicht betrachtet, kann man sich
schon vorstellen, was sich damals im Mur/Mürztal im
Judosport abspielte.
Als besonderer Höhepunkt waren damals die Kämpfe
im Freien. Die Fußballplätze in Niklasdorf und
Bruck an der Mur wurden so - auf gut steirisch - zu "Bluatwiesen"
umgebaut, und das Publikum feierte ihre Sportler an, wie
einst die antiken Römer im Coloseum. Auch in Gasthäusern
fanden Judokämpfe statt, wobei der "heutige Sicherheitsrand"
allen so ziemlich "wurscht" war. Neben den Erwachsenen
waren aber auch noch etwa 30 bis 40 Kinder im Einsatz, die
u. a. vom Trainerehepaar Johanna und Karl Wurm besonders
gut betreut wurden.
Aber verlassen wir die Vergangenheit und all die nostalgischen
Gefühle, denn dann müsste ich noch 3 Stunden weiterschreiben.
Man kann es kurz ausdrücken: die Brucker Judoka hatten
bis heute immer wieder herausragende Judoka hervorgebracht,
die nicht nur steiermark- und österreichweit, sondern
auch auf der internationalen Matte hervorragende Triumphe
feiern konnten. All diese hervorragenden Judoka mit Ihren
Erfolgen aufzuzählen, würde den Rahmen dieses
Berichtes sprengen. Allein schon die Erfolge einer Möstl
Nina oder von Marlies Menhart würde große
Zeit in Anspruch nehmen. Nachzulesen sind diese Erfolge
unter www.judo-bruck.at.
Ein ganz großes Lob muss man auch allen Funktionären
dieses Jubiläumsklubs aussprechen, denn bekanntlich
ist es ja wesentlich leichter einen Klub zu gründen,
als ihn dann auch zu erhalten und zu führen. Wenn das
- wie bei den Bruckern bewiesen - die unvorstellbare Zeit
von 50 Jahren gut gegangen ist, dann muss da schon etwas
Gewaltiges dahinterstecken! Da müssen schon etliche
Weltmeisterleistungen vollbracht worden sein. Diese Tatsache
allein verdient den tiefsten Respekt aller Judoka! Das es
in dieser Zeit naturgemäß auch zu Spannungen
und Reibungen gekommen ist, liegt ja in der Natur der Sache.
Das ist so wie bei einer Ehe: ich kenne niemanden, der nach
50jähriger Ehe von sich aus sagen kann, dass er noch
nie gestritten hat - das gibt es mit Sicherheit auf der
ganzen Welt nicht. Wichtig ist ja bei allen Streitereien,
dass man sich nachher wieder verträgt und die Sonne
wieder lacht. Das ist so wie beim Judo: man kann zwar fallen,
aber das Wichtigste ist doch, dass man sich danach wieder
aufrichten kann.

In einer super organisierten Feier mit sehr freundschaftlicher
Atmosphäre wurde die 50-Jahr Feier des ATUS Judoklubs
Bruck an der Mur im Turnsaal der Hauptschule Schillerstrasse
in Bruck an der Mur durchgeführt. Sektionsleiter Reinhard
Lierzer führte gekonnt durch das Programm und durfte
sich über viele stets freundliche freiwillige Helfer(innen)
freuen. Unter den Ehrengästen befanden sich sehr viele
"Personen der ersten Stunden".
Eine reichliche Foto- und Videoshow zeigte den Besuchern
Ausschnitte aus allen Epochen des traditionellen Judoklubs.

Als einer der Höhepunkte war ein gemeinsames Randori,
wobei sich vor allem die "Veteranen" kräftig
ins Zeug legten.
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Ein "Kämpfer der Anfangszeit",
Hagen Tremmel, den vielleicht so manche Leser
durch seine bekannten Weltumsegelungen kennen, ist
sogar extra aus Hamburg angereist.
Gegen Ende der Feier demonstrierte er den zahlreichen
Besuchern, dass er zu Recht auch ein begnadeter Zauberer
ist.
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Auch das Buffet war für alle Besucher "zauberhaft"
und steigerte damit die gute Laune der Gäste zusätzlich. |
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Auch die Stadtgemeinde war durch Stadtrat
Wolfgang Pietzka und Sportreferent Kurt Diepold
unter den Gratulanten und bekräftige die Sympathie
für den "alten" Klub. |
Wenn schon die Stadt Bruck an der Mur und der Steirische
Judo Landesverband stolz auf die Brucker Judoka sind, dann
können die Judoka des JC ATUS Bruck mit Recht noch
stolzer auf ihren Traditionsklub sein.
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letzte Änderung: 04.12.05
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