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DER "KRIMI VON GRALLA" ENDETE 7:7!
Von dieser Begegnung wird man noch lange sprechen. Eigentlich
ein Wunder, dass keiner der zahlreichen Zuseher keine ernsthaften
"Herzprobleme" bekam. Die Etikette rund um diese
Veranstaltung wurde von den Leibnitzer Judoka wie gewohnt
in Perfektion präsentiert.
Damit war auch für beste Stimmung gesorgt.

Union Sparkasse Leibnitz
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ASV ÖGJ Salzburg
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Wenden wir uns dem "Krimi" zu: nach zwei Kämpfen
lagen die Salzburger durch Ipponsiege von Thomas Höllbacher
(gegen Wolfgang Hafner) und Erich Ivinger (gegen
Stefan Ribitsch) im Vorteil. Nun lag es an "Toshi"
Toshihide Nakamura das Ergebnis zu verbessern und
damit die Fans "zu beruhigen." Dieses Vorhaben
gelang ihm auch durch einen Sieg über Herbert Kirchmayer.
Im nächsten Kampf zwischen Norbert Wiesner und
Joahnn Laireiter demonstrierte Norbert nach 1 ½ Minuten,
dass er seine Spezialtechnik "Sode tsuri komi goshi"
die ihm viele seiner damaligen Erfolge einbrachte, noch
immer perfekt beherrscht. Nach diesem Ipponsieg hieß
es 2:2. Leider verlor im nächsten Kampf Markus Schreiber
gegen den Superjudoka Sven Helbing durch einen sehenswerten
Uchi-mata und brachte dabei die Salzburger erneut mit 3:2
in Führung. Martin Bertagnoli versuchte danach
in der Klasse bis 100kg den Ausgleich zu schaffen und "lief
dabei nach guten 3 Minuten in einen Konter", welche
die 4:2 Führung für die Salzburger bedeutete.
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Was muss wohl im Kopf von Philipp Popp vorgegangen
sein, als er im letzten Kampf des ersten Durchganges
gegen den etwa 30kg schwereren, bärenstarken Erfolgsjudoka
Wolfgang Ebner auf die Matte stieg. Philipp, eh schon
so ein "Bärenlackel" wirkte gegen den
Salzburger - von der Statur her - wie ein Zwerg! Philipp
bekam anfangs auch (zu Recht) zwei Strafen wegen Stemmens
"aufgebrummt." |
| Als er diesen Nachteil durch einen sehr
schönen Untertaucher (Yuko) aufholte, war in der
Sporthalle in Gralla "die Hölle los"
! Das Publikum sprang von den Sitzen und witterte förmlich
eine Sensation! Nach exakt 3.46 Minuten ging Wolfgang
Ebner durch einen Tomoe-nage (Koka) erneut in Führung.
Trotzdem zeigte Philipp Moral und fightete mit größtem
Einsatz weiter. 15 Sekunden vor Kampfende bedankte er
sich beim frenetischen Publikum mit einen wunderschönen
Seoi-nage - Waza-ari! Das war die endgültige Entscheidung.
Hätte Philipp diesen Kampf verloren, wäre
damit sicher eine Vorentscheidung für den Ausgang
dieser Begegnung gefallen. Aber mit einem 3:4 Rückstand
zur Pause lebte die Hoffnung für den zweiten Durchgang. |
Der zweite Durchgang verlief anfangs leider genau so wie
der erste - mit zwei Niederlagen für die Leibnitzer.
Wolfgang Hafner verlor gegen Thomas Höllbacher
und leider auch Publikumsliebling Toshihide Nakamura
gegen Erich Ivinger. Damit stand es bereits 6:3 für
die Salzburger und die Zuseher ahnten das Schlimmste. Trotzdem
feierten sie noch immer ihre "Lieblinge" lautstark
an. Auf diese Fans kann der Union Judoklub Sparkasse Leibnitz
mit Recht stolz sein! Die Klasse bis 73kg wurde im zweiten
Durchgang durch Marc Luttenberger besetzt, und der
bedankte sich für seine Aufstellung mit einem wunderschönen
Ipponsieg gegen Thomas Baumgartner mittels Untertaucher.
Damit stand es "nur mehr" 4:6 für die Gäste
aus Salzburg. Leider verlor in Folge Markus Schreiber
auch seinen zweiten Kampf gegen Sven Helbing. Damit war
klar, dass für die Leibnitzer nur mehr ein 7:7 möglich
war, aber selbst dieses Ziel sehr schwer erreichbar sein
wird.
Auf Seiten der Leibnitzer betrat Martin Bertagnoli
die Matte und wusste, dass er diesen Kampf einfach nicht
verlieren durfte. Martin hat zur Zeit noch etwas Trainingsrückstand,
aber sein Einsatz und sein Siegeswille ist nach wie vor
ungebrochen! Anfangs sah es für Martin gar nicht gut
aus, denn er lag alsbald mit 2 Koka (jeweils für O-Uchi)
zurück. Diese Führung des Salzburgers hielt genau
bis zum Beginn der letzten Minute, dann ließ Martin
durch einen schönen Konter die Herzen der Fans höher
schlagen, denn diese Yuko Wertung bedeutete die Führung.
Atzmüller versuchte zwar den Kampf noch umzudrehen,
aber mehr als eine Koka-Wertung (Feger) war ihm nicht gegönnt.
Vor dem letzten Kampf hieß es als 7:6 für die
Gäste aus Salzburg. Der letzte Kampf von Philipp
Popp gegen Ebner Wolfgang war daher an Spannung nicht
mehr zu überbieten. In diesem Kampf beherrschte Philipp
seinen Gegner ganz klar. Bereits nach 25 Sekunden führte
er mit Waza-ari durch einen wunderbaren Untertaucher. Sein
"Meisterwerk" vollendete Philipp nach 1.16 Minuten
mit einem Traumkonter - keine Frage - klar Ippon. Nun war
die Stimmung im Saal nicht mehr zu überbieten.

Ein Riesenkompliment an die fairen und symphatischen Gäste
aus Salzburg, an die tadellosen Kampfrichter Franz Linecker,
Iris Mair und Gerhard Reiterer sowie an den
Union Judoklub Sparkasse Leibnitz und - last but not least
- an das fantastische Publikum! Es war ein Judofest der
Extraklasse !!!
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