|
MIT 55 JAHREN DA FÄNGT DAS JUDO AN - GOTTFRIED
SCHNABEL (UNION SPARKASSE LEIBNITZ) IST NEUER WELTMEISTER
IN DER SENIOREN KLASSE !
Nun hat die Steiermark auch einen Judo - Weltmeister! In
vier spannenden Kämpfen holte sich Fritz Schnabel,
der ehemalige Österreichische Teamkämpfer verdient
den Titel in der Kategorie 55 - 59 Jahren in der Klasse
bis 66 kg!
Gottfried ging wesentlich gelöster als in den Turnieren
zuvor zu dieser WM. Im ersten Kampf bekam Gottfried einen
Landsmann - Heinrich Erlinger (Maria Schmolln -wer
kennt ihn nicht?!?) als Gegner zugelost. Bereits in diesem
Kampf konnte man erkennen, dass sich der Leibnitzer Judoka
in einer ausgezeichneten Verfassung befindet. Gottfried
bekam Erlinger in einen Festhaltegriff (Kami-shio-gatame)
und ging in danach zu einen Hebel (ude-garami) über,
worauf sein Gegner nur mehr abklopfen konnte.
Sein nächster Gegner war der Engländer Nigel
Holloway. Auch bei diesem Kampf musste sein Gegner die Übermacht
des Steirers zur Kenntnis nehmen. Nach einem sode-tsuri-komi-goshi
ging Gottfried Schnabel in einen Kesa - Festhalter über,
aus dem es für Holloway kein Entkommen mehr gab - das
war der nächste Ippon Sieg.
Seinen nächsten Gegner, den Griechen George Pavlov,
bezeichnet Gottfried selbst als seinen stärksten Gegner,
und dementsprechend groß war auch die Freude, als
er ihn gekonnt mit Te-uchi-mata mit Ippon auf die Matte
beförderte. Der Grieche wurde dann in der Endabrechnung
Zweiter, was die Aussage des Steirers unterstreicht.
Nach diesem Sieg konnte nur noch der Amerikaner Francisco
Calderon den Traum des Südsteirers stoppen. Doch Gottfried
ließ sich diese Chance nicht entgehen - ein Festhalter
(kami-shio-gatame) beförderte den Leibnitzer Judoka
auf "den Olymp", der Weltmeistertitel war geschafft!
Doch selbst in der Stunde seines großen Triumphes
bleibt der Servicetechniker der Fa. Lackner und Urnitsch,
welche ihn auch sponsert bescheiden, und sagt: man lernt
nie aus! Sein Betreuer, Herbert Wiesner, noch um
einige Jährchen älter, nickt dazu mit dem Kopf.
Was meinte er damit konkret? Bei der letzten EM in Kecskemet
belastete er sich selbst mit dem "Zwang", auf
alle Fälle den Titel holen zu müssen. Dieses Unterfangen
ist dann leider schief gegangen. Aber aus diesem Fehler
hat er gelernt. Beim "heurigen Abenteuer WM" hat
er einfach alles richtig gemacht - angefangen von der sportlichen
Vorbereitung über die mentale Einstellung bis hin zu
den kleinsten Details. Besser kann man einen so großen
Titel einfach nicht mehr planen. Gottfried "Fritz"
Schnabel wird sich mit diesem Erfolg, so sagte er selbst,
noch lange nicht von der Matte verabschieden, den Judo ist
ganz einfach sein Leben!
In dieser Klasse (-66kg) gab es für Österreich
einen weiteren Grund zur Freude: Heinrich Erlinger
erkämpfte sich Bronze, worüber wir ihm natürlich
herzlich gratulieren.
Eine "sehr gute Vorstellung" sah man auch von
Dieter Priewasser (Reichraming, 60 - 64 Jahre, -90kg).
Der österreichische Spitzenkampfrichter erwies sich
auf der Matte als "Blitzsieger." Nachdem er in
der ersten Runde seinen Gegner aus Japan nach nur 10 Sekunden
durch einen Superfeger von der Matte "fegte",
gelang ihm auch in Runde zwei nach nur knapp einer halben
Minute ein Ipponsieg (Festhalter - Kesa) gegen einen weiteren
Österreicher: Martin Mayer. Damit stand er bereits
im Finale. Dieses Finale verlor er dann leider gegen den
bärenstarken Amerikaner (Colorado) Joshua Rabinowitz,
einen Amerikaner mit polnischen Wurzeln, ebenfalls mit Ippon
(ko-uchi). Doch diese Silbermedaille glänzte für
ihn wie Gold und wir gratulieren dem sympathischen Kampfrichter
dafür auf das Allerherzlichste.
Leider ohne Stockerlplatz endete diese WM an diesem Tag
für den PSV Graz Judoka Heinz Brixner.
Der Steirische Judoverband gratuliert
seinem Weltmeister Gottfried Schnabel auf das Allerherzlichste
und wünscht ihm in Zukunft noch jede Menge Erfolge!
6. World Masters Championships
2004
All Results Men >>>
All Results Women >>>
All Results Team >>>
|