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Gold für Kathi Schönstein (Union
Graz) und jeweils Silber für die Burschen (Ribitsch,
Popp und Bertagnoli - alle Union Leibnitz) war die Ausbeute
bei den Union Spielen (FICEP) 2003. Und auch im Teambewerb
waren die Österreicher ungeschlagen.

Mit dem Sportzentrum Gugl fanden die Veranstalter
für die alle vier Jahre stattfindenden FICEP Games
die optimalen Rahmenbedingungen vor. Die FICEP Games sind
die Europameisterschaften der christlichen Sportverbände,
und heuer wurden die Titelkämpfe in folgenden Sportarten
ausgetragen:
- Leichtathletik
- Faustball
- Tischtennis
- Turnen
- Judo
Die Sportler werden vom Dachverband nominiert, und wir
Steirer durften uns berechtigt Hoffnung machen, bei diesen
Spielen ein paar Vertreter entsenden zu können, da
unsere Union-Vereine im österreichischen Judosport
sehr starke Leistungen erbracht haben. Wobei wir aber keinesfalls
vergessen dürfen, dass sehr namhafte Vereine in Österreich
Union-Vereine sind, wie z.B. Union Pinzgau, Union Flachgau,
Union Mühlviertel, Union Vorarlberg....
Auch die Nationen, welche beim Judo an den Start gingen,
sind keine unbeschriebenen Blätter im europäischen
Judosport (Frankreich, Italien Slowakei, Deutschland, Tschechien
und Österreich)
Für die Steiermark wurden nominiert:
- - 52 kg Kathi Schönstein (Union Graz)
- - 66 kg Stephan Ribitsch (Union Leibnitz)
- -90 kg Philipp Popp (Union Leibnitz)
- +100 kg Martin Bertagnoli (Union Leibnitz)
Kathi Schönstein - 52 kg (5 Starter)
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Kathi durfte als erste von den Steirern auf die Matte
und stellte ihre gute Form unter Beweis.
In der ersten Begegnung traf sie auf die Vertreterin
Frankreichs und konnte diese gleich mit Ippon (Ura Nage)
schlagen. In der zweiten Runde wurde eine Kämpferin
aus Italien mit einem "Bilderbuch - Uchi Mata"
ebenfalls mit Ippon von der Matte geschickt, und Kathis
Spezialtechnik funktionierte auch gegen die Deutsche.Also
blieb nur noch der Kampf um Platz eins, und hier wartete
die zweite Vertreterin Österreichs, Patricia Langreiter
von der Union Pinzgau. |
Kathi war bereits in der Vorbereitung sehr konzentriert,
man konnte ihren Siegeswillen förmlich in ihrem Gesicht
lesen. Die beiden Kämpferinnen begannen sehr aggressiv,
und für Kathi war es nicht ungefährlich ihre Spezialtechnik
(Uchi Mata) anzusetzen, da Patricia Langreiter über
einen ausgezeichneten Te Uchi Mata verfügt. Trotzdem
setzte sich Kathi im Griffkampf durch, erzielte ein Waza-ari
mit Uchi Mata und nutze sofort die Chance auf einen Festhaltegriff,
aus dem sich Patricia nicht mehr befreien konnte.
Goldemdaille: Kathi Schönstein !
Stephan Ribitsch - 66 kg (8 Starter)
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Stephan begann in der ersten Runde gegen einen Italiener
mit hohem Tempo. Dieser hatte dabei wenig entgegen zu
setzen, und der Ippon Sieg von Stephan war die Folge.
In Runde zwei ging es bereits um den Einzug ins Finale.
Hier wartete ein Vertreter Frankreichs. Stephan hatte
am Anfang Probleme mit dem Griff, und da der Franzose
sehr beweglich war, konnte dieser eine Führung
mit zwei Yuko herstellen. Aber Stephan wurde immer stärker,
dennoch war es schwierig eine Wertung zu erzielen, bis
schließlich ein Ko-soto-gake den erlösenden
Punkt brachte. |
Nun war auch für Stephan die Goldmedaille in Griffweite,
und im Finale wartete ein alter Bekannter: Bernhard Beiskammer
von der Union Kirchham. Diese beiden Judoka kennen sich bereits
aus dem Jugendalter, und so kam es, nachdem Stephan ein Yuko
mit zwei Strafen wettgemacht hatte, wie es kommen musste:
Golden Score. Doch leider fand Bernhard Beiskammer, wie schon
bei den Österr. Meisterschaften, das glücklichere
Ende und siegte mit Ippon (Kata-guruma) in der achten Minute.
Silbermedaille: Stephan Ribitsch !
Philipp Popp - 90 kg (6 Starter)
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Philip traf in der ersten Runde auf einen Deutschen
und punktete gleich zu Beginn mit Sode ( Ippon). Um
den Finaleinzug kam der Italiener Avanzo, auch dieser
wurde mit Ippon besiegt und somit stand auch Philipp
im Finale. Auch er traf auf den zweiten Vertreter Österreichs,
Stefan Kiemeswenger von der Union Pinzgau.
Philipp machte den ersten Angriff (Kata-guruma), wurde
blockiert und Stefan Kiemeswenger zeigte eine einfache
Überdrehtechnik, die er von Altmeister Norbert
Haimberger gelernt hatte und hielt unseren Philipp fest. |
Silbermedaille: Philipp Popp !
Martin Bertagnoli + 100 kg (6 Starter)
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Martin kam als Ersatzmann zu diesen Spielen und wurde
deswegen im Schwergewicht eingesetzt, da sich Stefan
Riedlsperger nach einem schweren Autounfall noch nicht
erholt hat.
Für Martin war es einerseits etwas einfacher, da
er seine Gegner (ITA, GER) in der Vorrunde beobachten
konnte, andererseits aber auch schwieriger, da er um
einige Kilo leichter war als die anderen Athleten.
Sein erster Kampf war zugleich der Kampf um den Finaleinzug.
Er traf auf den Italiener Bonfrisco. |
Für Martin war es schwierig den Italiener zu bewegen,
konnte aber Dank seiner Beinschnelligkeit mit einem Feger
ein Waza-ari erzielen. Der Italiener setzte zu und hatte
Martin mit einem Ausheber beinahe überrascht. Doch
Martin konnte sich retten und erzielte schließlich
mit einem Tani-o-toshi den erlösenden Ippon. Im Finale
wartete der internationale Wiener Meister (schlug Krieger
im Finale) aus der Slowakei, Molnar. Martin kämpfte
taktisch sehr klug und hielt den Kampf bis zum Schluss offen.
In den letzten 15 Sekunden "bestrafte" der Slowake
einen Fehler von Martin mit Yuko.
Silbermedaille: Martin Bertagnoli !
Nach dem Einzelbewerb stand auch noch der Teambewerb
auf dem Programm. Die Österreicher durften sich auf
Grund der starken Leistung im Einzelbewerb berechtigte Hoffnungen
auf den Titelgewinn mit der Mannschaft machen. Sowohl bei
den Damen als auch bei den Herren starteten die Teams aus
Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich.
Die Damen besiegten in der ersten Runde Deutschland
mit 6:1, und Kathi Schönstein bewies wieder ihre gute
Form und punktete für Österreich mit Ippon. Die
zweite Begegnung fand ohne Kathi statt, da die zweitplazierte
Patricia Langreiter zum Einsatz kam. Sie vertrat unsere
Kathi würdig und steuerte ebenfalls einen Punkt zum
6:1 Sieg über Frankreich bei. In der letzten Begegnung
wurde auch Italien mit 6:1 geschlagen, und abermals punktet
Kathi mit Ippon.
- Österreich
- Frankreich
- Italien
- Deutschland
Bei den Männern gelang der Auftakt noch besser,
Frankreich wurde gleich mit 7:0 besiegt und Stephan Ribitsch
traf wieder auf den starken Franzosen, den er schon im Einzelbewerb
besiegte. Doch diesmal zeigte er von Anfang an seine Überlegenheit
und gewann mit Ippon (Philipp Popp und Martin Bertagnoli
pausierten). In der zweiten Runde steuerten Martin und Philip
zwei Punkte zum 7:0 Sieg über Italien bei (Stephan
pausierte). In der letzten Begegnung der Österreicher
wurden die Deutschen auch klar mit 6:1 besiegt, und wieder
punktete Stephan (Martin und Philipp pausierten).
- Österreich
- Frankreich
- Italien
- Deutschland
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Es waren nicht nur die Medaillen über die sich
die Trainer der Union Graz (Aurelian Kolarov)
und der Union Leibnitz (Norbert Wiesner und Gernot
Wenzel) freuten. Aurelian war besonders mit den
Techniken die Kathi zeigte äußerst zufrieden.
Und Gernot zeigte mit seinen Burschen einfach, dass
das Training in Slowenien (bei Marburg und in Celje
bei "Fabi") konditionell und im Griffkampf
einiges brachte! |
Herzliche Gratulation seitens des Landesverbandes
Steiermark. Einfach großartige Leistungen !
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