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BRONZE - WAR DAS BEREITS DAS EM - TICKET
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Einen Supererfolg landete der Obersteirer
Andreas Mitterfellner am Samstag beim A-Turnier in
Budapest. Er mußte sich in der Klasse bis 66kg nur
dem Spanier Penas beugen und gewann alle seine Trostrundenkämpfe.
Damit Platz drei und das EM-Ticket in Griffweite.
Mitterfellner - Hausberger
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3.Platz für Mitterfellner
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In der Klasse bis 66 kg nahmen 45 Judoka teil.
Die erste Runde war für Andreas Mitterfellner
(ASKÖ Pöls) "watscheneinfach zu überstehen
- Freilos!" Danach wurde es allerdings ernst: sein
Gegner war Pedro Dias (Portugal). Andi übernahm von
Kampfbeginn an das Kommando und erzielte nach 1:40 Minute
Kampfzeit ein Koka durch einen seiner bekannten Untertaucher.
Bereits bei diesem Kampf hat man gesehen, dass der Obersteirer
heuer wesentlich vielseitiger geworden ist - sein Seoi-nage
und sein Yoko-Tomoe-nage stellen für seine Gegner immer
eine Gefahr dar. Bei diesem Kampf hätten diese genannten
Techniken fast zu weiteren Wertungen geführt - aber
eben nur fast. Andi gewann diesen Kampf daher mit Koka.
Andis nächster Gegner war niemand geringerer als der
Europameister des Jahres 2000: Oscar Penas (Spanien). Der
Spanier ist ein Kraftpaket und zählt zu den "schlauesten"
Kämpfern in der Klasse bis 66 kg. Zwei Minuten lang
beherrschte Andreas Mitterfellner den Spanier klar und zwang
Penas in die Deffensive. Prompt brachte das den Spanier
zwei Bestrafungen wegen Inaktivität ein. Auch danach
wusste Penas einfach kein Mittel gegen Andi - das ging so
weiter bis 1:30 Minuten vor Kampfende. Dann allerdings besann
sich Penas "seiner alten Werte" kämpfte einen
komplett anderen Stil und stellte durch zwei Bestrafungen
gegen Andreas Mitterfellner (herunterziehen) den Einstand
her. Man rechnete eigentlich schon mit einem "Golden
Score." Doch 8 Sekunden (!) vor Kampfende gelang Penas
das alles entscheidende Koka durch Tomoe-nage! Damit war
Andi in der Hoffnungsrunde gelandet.
Dort traf er auf den starken Jugoslawen Nemanja Nikolic.
Nach einer Minute dieses Kampfes handelte sich Andi eine
Bestrafung wegen hinunterziehen ein. Doch mit zunehmender
Kampfzeit bekam er seinen Gegner immer besser in den Griff
und zur Halbzeit erwischte er den Jugoslawen mit einem wunderbaren,
tiefen Seoi-nage - keine Frage - Ippon.
Danach musste er gegen Jiri Vanek (Tschechien) antreten.
Der Tscheche war bereits in den Vorrunden durch sehr schönes
Judo aufgefallen. Bei diesem Kampf ging es um Platz 7 -
soll heißen: ein Quotenplatz für die kommende
EM in Düsseldorf (14. -18. Mai). Andi hatte bei dieser
Begegnung absolut keine Problem und beherrschte diesen Kampf
von Anfang bis zum Ende souverän. Ein Konterwurf (Yuko)
und zwei Bestrafungen für den Tschechen kürten
Andi daher zum Sieger dieses Kampfes - damit war der EM
- Quotenplatz erreicht!
Auch im nächsten Kampf stoß Andi auf einen Gegner,
der in den Vorrunden durch seine vielfältigen Techniken
positiv aufgefallen ist: Anis Lounifi aus Tunesien. Auch
in diesem Kampf war Andreas Mitterfellner einfach der "Chef
auf der Matte" und beendete diesen mit einem "Bilderbuch
- Ippon" durch Seo-Otoshi - einfach gewaltig! Damit
war er bereits im Semifinale. Ja - eine Medaille - das wäre
natürlich das Größte!
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Mitterfellner - Delgado
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Nur mehr ein Gegner, allerdings kein
geringerer, als der spanische Spitzenjudoka Javier Delgado
wollte ebenfalls um jeden Preis diese Bronzemedaille
haben - aber - nur einer kann gewinnen! Unglaublich,
auch in diesem Kampf war Andreas eindeutig der Dominator
auf der Matte. Er "drängte" dem Spanier
den Kampf auf und dieser handelte sich dabei nach kanpp
zwei Minuten ein Shido (Inaktivität) ein.Nach drei
Minuten kam Andi mit einem Untertaucher durch, was ihm
Yuko einbrachte! Erst zwei Minuten vor Kampfende wurde
der Spanier "munter" und versuchte das Tempo
auf der Matte zu bestimmen. Ein wunderschöner Untertaucher
von Andi brachte ihm eine Waza-ari Wertung und damit
den sicheren Sieg ein! |
Das war die verdiente Bronzemedaille! Damit hat er die
Tür zur EM aufgemacht - die letzte Entscheidung zu
diesem Thema müssen natürlich die ÖJV - Verantwortlichen
treffen! Aber ich denke und hoffe, dass sie ihm nach dieser
Superleistung die "Ampel auf grün stellen werden!"
Als Resümee darf man feststellen: Andi hat sich sportlich
noch mehr gesteigert, hat sein technisches Repertoire erweitert,
kann sich aber sicher noch steigern. Er wird sicher noch
im taktischen Bereich arbeiten (gegen Penas 8 Sekunden vor
Kampfende verloren). Er zählt bereits jetzt zu den
Spitzenjudoka seiner Gewichtsklasse. Ich bin felsenfest
davon überzeugt, dass er bei der EM medaillenverdächtig
ist, obwohl seine Gewichtsklasse unglaublich ausgeglichen
ist - Jeder kann gegen Jeden siegen!
Andi - wir steirischen Judoka sind stolz
auf Dich - und wünschen Dir für die Zukunft alles
Gute!
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