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Am 21.März 2002 verstarb Franz Kahl im 67.Lebensjahr.
Den jüngeren Judoka wird der Name Franz Kahl nur vom
Hörensagen bekannt sein. Kein Wunder, denn durch sein
schweres Krebsleiden sah man den symphatischen Franz zuletzt
nur mehr selten bei den Judo-Veranstaltungen. Den älteren
Judoka ist Franz Kahl aber natürlich ein Begriff. Sein
Name steht vor allem mit dem Union Judoklub Spk. Leibnitz
in ganz enger Verbindung. Doch Franz Kahl ist im Laufe seines
Lebens mit etlichen Spitzensportlern in enger Verbindung zu
bringen.
Eigentlich kommt er ja aus dem Schießsport und feierte
dort seine großen sportlichen Erfolge. Schon dort erkannte
er, dass man, wenn man im Spitzensport erfolgreich sein muß,
unbedingt eine große mentale Stärke haben muß.
Die Theorie ergebniswirksam in die Praxis umzusetzen, diese
Maxime erkannte der "Mentalguru" alsbald und meisterte
sich zum Bewusstseinspezialisten hervor.
Der Reigen seiner Tätigkeit ist vielfältig. So
hatte unser Franz, seit 1967 auch staatlich geprüfter
Schilehrwart, einen einjährigen Lehrauftrag für
Fußball am Sportinstitut der Universität Graz unter
Prof. Proßnig. Kahl war auch im Besitz der A-Lizenz
als Fußballtrainer und wurde wiederholt als "Retter
in der Not" von Fußballvereinen engagiert. Neben
dem Regionalligaklub Rudersdorf, den er drei Jahre lang als
Trainer betreute, waren es vor allem heimische Fußballvereine
wie Flavia Solva, Leibnitz, Gratkorn oder Deutschlandsberg,
in deren Diensten er stand.
Franz Kahl betreute auch die österreichische Fußball
- Bundesheerauswahl, in deren Sold einige Nationalligaspieler
standen, die er mit dem damaligen Teamtrainer Helmut Senekowitsch
auf die Fußball WM in Argentinien vorbereitete. Während
seinen Bundesheereinsatzes auf Zypern managte der Südsteierer
das "Austria - Oldboy - Footballteam."
In den 80er Jahren verfeinerte Franz Kahl seine Lehrmethoden.
Über Baldur Preiml kam er mit der "Schellbach-Methode"
in Berührung, die das Mentaltraining wie positives Denken
und positive Lebensführung zum Inhalt hat. Weiters ließ
sich Franz Kahl in der Akupunktur- und Shiatsu-Massage ausbilden
und begann fortan mit dem mentalen Training mit Spitzensportlern.
Norbert Wiesner, Michaela Bornemann, Gernot Wenzel und die
anderen damaligen österreichischen Spitzenjudoka der
Union Sparkasse Leibnitz profitierten von der Arbeit mit Franz
Kahl ebenso wie Tennisspieler, Fußballer, Profigolfer
oder Schachspieler.
Franz Kahl und Norbert Wiesner
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Norbert Wiesner war es dann auch, der Franz Kahl für
die Österr. Judo-Damenmannschaft engagierte. Aber
nicht nur mit den Damen feierte Franz Kahl großartige
Erfolge. Er betreute auch den Salzburger Patrick Reiter,
welcher 1993 Junioren-Weltmeister und mit der Mannschaft
Europameister wurde. |
Der Beliebtheit des Franz Kahl lag sicher auch der Umstand
zugute, dass er sich nicht nur um die fachlichen Qualitäten
seiner Sportler kümmerte, sondern dass er auch gezielt
ihre menschlichen Werte förderte.
Trost und Hoffnung um sein schmerzliches Ableben
gibt uns vor allem der Umstand, dass Franz Kahl ein zutiefst
gläubiger Mensch war.
Franz, wir hoffen, dass du deinen Frieden
gefunden hast und werden dich niemals vergessen!
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