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DIE NEUEN REGELN:
EINE EINDEUTIG "HEISSE GESCHICHTE!"
Der schon traditionelle Kampfrichterkurs der Bundesländer
Kärnten, Burgenland und Steiermark fand heuer in Oberwart
statt und wurde von den "Poiger - Brüdern"
Roland und Martin - wie immer bestens organisiert.
Dazu bedanken wir uns auf das Allerherzlichste!
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen natürlich
die neuen Kampfregeln. Obwohl in der GV hingewiesen wurde,
dass dieses Thema für die Trainer von immenser Bedeutung
ist und sie daher zu diesen Kurs kommen sollten, sind diese
Apelle anscheinend ein wenig verhallt. Man darf gespannt
sein wie unsere Trainer in Zukunft am Mattenrand das Kampfgeschehen
argumentieren werden. Es ist nicht sehr schwer, diesbezüglich
zu prophezeien, dass es hier mit Sicherheit zu einigen Diskussionen
zwischen Trainern und Kampfrichtern kommen wird.
Bevor ich nun weiterschreibe will ich festhalten, dass
die folgenden Gedanken meine persönlichen zu diesem
Thema sind und man sie auch so lesen soll:
Ich denke, dass wir im Judosport teilweise sehr komplizierte
Kampfregeln haben, die nur Fachkundige verstehen können
und auch unter diesen kommt es nicht selten zu Diskussionen
darüber. Wenn schon wir, die wir fast jede Woche an
einem Turnier teilnehmen, uns nicht immer einig sind, wie
soll dann "das Ganze" ein Außenstehender
verstehen? Es gibt da so ein T- Shirt, auf dem geschrieben
steht: "wenn Judo einfach wäre, dann würde
es Fußball heißen." Ich mag dieses Zitat
deshalb nicht, da es eine Sportart (Fußball) diskriminiert.
Aber trotzdem erlaube ich mir zu sagen, dass diese "Botschaft"
immer mehr stimmt.
Einer der Gründe, warum Fußball so viele Zuseher
hat, und Judo nicht, ist eben darin zu sehen, dass die Fußballregeln
sehr einfach und daher für "Jedermann und Jedefrau"
zu verstehen ist - im Gegensatz zu unseren Sport. Man darf
schon gespannt sein, wie die Reporter bei der nächsten
Sommerolympiade in London unsere Sportart kommentieren werden
- wahrscheinlich gar nicht oder nur ein wenig, da sie sich
nicht auskennen werden! Mit Sicherheit werden viele Reporter
sich davor drücken, unsere Sportart überhaupt
zu kommentieren!
Die Kampfrichter werden in Zukunft jede Menge an Fingerspitzengefühl
zeigen müssen. Im Idealfall sollten sie den Kampfstil
jedes einzelnen Kämpfers kennen und sich in die "Gedankenwelt"
jedes einzelnen Judoka hineindenken können. Dies ist
natürlich eine "Mission impossiple"!
Ohne Video - Kamera wird es in Zukunft wirklich nicht möglich
sein objektive Urteile auf der Matte zu fällen, das
sagt wohl alles aus! Anlässlich dieses Kampfrichterkurses
wurden einige Videos über Kampfsituationen gezeigt
und danach gefragt, welche Wertungen man in jedem einzelnen
Fall geben soll. Es kam dabei nicht selten zu widersprüchlichen
Meinungen der Kursteilnehmer(innen).
Trotzdem muss man sagen, dass das "alte Judo"
mit den unästhetischen Fußgreifern für "das
Auge" alles andere als schön war und daher unbedingt
abzustellen war, was durch die neuen Kampfregeln ja auch
getan wurde und damit ist der Sinn ja auch gegeben! Man
darf gespannt auf die weiteren Regeländerungen warten,
denn eines ist sicher: diese Regeln sind noch lange nicht
"das Gelbe vom Ei!"

Der Steirische Judoverband bedankt sich
nochmals beim burgenländischen Verband für die
gute Organisation und wünscht allen Kampfrichtern für
die Zukunft "ein gutes Auge" und viel Erfolg auf
der Matte.
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