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JUDO WM - TAG ZWEI:
DIE MEDAILLEN WAREN VON ÖSTERREICH LEIDER WEIT ENTFERNT!
Peter Scharinger kämpfte gleich zu Beginn in
der Klasse bis 73kg. Sein Gegner war der Kanadier Nicholas
Tritton. Scharinger kämpfte zu Kampfbeginn sehr vorsichtig
und wurde zwei mal "angerollt." Das waren auch
schon die kampfentscheidenden Szenen. Der Oberösterreicher
setzte sich gegen Kampfende zwar gut in Szene und hatte
dabei seinen Gegner nach 2 Uchi-mata Versuchchen bereits
ausgehoben, doch leider konnte er den Wurf nicht erfolgreich
vollenden.
Die Erwartungen von Sabrina Filzmoser (-57kg) waren
sehr hoch gesteckt. Kein Wunder, denn sie hat das "Österreichische
Judovolk" mit ihren Erfolgen in letzter Zeit sehr verwöhnt.
Ihre erste Gegnerin Jennie Anderson aus Schweden war, zumindest
von der "Papierform" her gesehen eine überwindbare
Hürde. "Sabsi" war in diesem Kampf eindeutig
die dominierende Kämpferin auf der Matte. Sie war des
öfteren einer Wertung sehr nahe, aber im Endeffekt
gewann sie diesen Kampf durch Strafen für die Schwedin.
Im folgenden Kampf gegen Kifayat Gasimova (AZE), einer Seoi-nage
- Spezialistin, übernahm sie von Beginn an das Kommando.
Man konnte verfolgen, wie die Aserbaidschanerin bewusst
den Bodenkampf vermied. Sabrina führte bereits mit
Waza-ari (Strafen) und einer Yuko Wertung (Konterwurf) und
es schien, als ob der Sieg fix sei. Doch Sabrina griff trotzdem
pausenlos an, und plötzlich kam alles anders. Sie griff
über den Rücken der Gegnerin, ging dabei einen
Schritt vor, und genau diese Situation nutzte Gasimova mit
einen (man muss es zugeben) wunderschönen Sasae-tsuri-komi-ashi
aus - es war ein Bilderbuch-Ippon. Damit musste sich Sabrina
leider von dieser WM verabschieden.
Das Finale in dieser Gewichtsklasse gewann Morgane Ribout
durch einen "Weltklasse - O-goshi " (Wurfübernahme)
gegen die starke Portugiesin Telma Monteiro.
In dieser Gewichtsklasse gab es im Kampf um Bronze eine
große Diskussion. Die Ungarin Hedvig Karakas griff
gleich beim ersten Angriff ihrer Gegnerin an die Hose (verbotene
Handlung), hob dann die Japanerin Kaori Matsumoto aus und
warf sie Ippon. Nach den gültigen Regeln wäre
diese Handlung eindeutig mit "Shido" gegen die
Ungarin zu werten gewesen, doch die Kampfrichterentscheidung
lautete: Ippon für die Ungarin!
Das anwesende japanische Fernsehteam hat diese Szene, wo
die verbotene Handlung exakt erkennbar war, x-mal angesehen
und den Fehler eindeutig hervorgestrichen.
In der Klasse bis 73kg Herren gab es ein "Korea -
Finale" zwischen Choi Su Kim (Nordkorea) gegen Ki -
Chun Wang aus Korea, wobei Ki-Chun Wang durch 2 Yuko (Strafen
und einen Handwurf) die Goldmedaille erkämpfte.
Die Goldmedaille in der Klasse bis 52kg ging durch Misato
Nakamura an Japan. Auch hier erbrachten Strafen die endgültige
Entscheidung, doch zuvor gelang ihr durch einen sehr schönen
O-Uchi eine Waza-ari - Wertung.
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