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LEIBNITZ SAH SCHON HEUTE DIE JUDOSTARS VON MORGEN!
Dieses Europa - A Turnier U20 hat gehalten, was es versprochen
hat, bezüglich Qualität und Organisation (SU Noricum
Leibnitz und ÖJV) dieses Versprechen sogar noch deutlich
übertroffen. Es hat österreichweit selten ein
U20 - Turnier von dieser Qualität gegeben. Etwa 350
Spitzenjudoka aus 15 Nationen zeigten Weltklassejudo.
Man darf davon ausgehen, dass einige der aktiven Judoka
die "Mattenstars" von morgen sein werden - und
das zu Recht. Vor allem ist aufgefallen, dass die "publikumstötenden"
Techniken, sprich "Fußgreifer" deutlich
weniger angewendet wurden und dafür die traditionellen
Würfe wieder (Gott sei dank) im Kommen sind. Etwas
Besseres kann unserer Sportart gar nicht passieren!
Eine große Bereicherung war mit Sicherheit die Teilnahme
der iranischen Sportler - jeder einzelne iranischer Kämpfer
zeigte Weltklasse! Da die Mannschaft des Iran sehr viele
Höhentrainings veranstalten, waren sie nicht nur technisch,
sondern auch konditionell in einer Topform.
Leider musste am ersten Tag unser einziger steirischer
Vertreter - Georgi Ossiaschwili (SU Noricum Leibnitz,
-55kg) diese hohe Turnierqualität zur Kenntnis nehmen.
Für Georgi war dieses Turnier vor allem als Belohnung
für seine konstant gute Trainingsleistung gedacht;
ein "Platz an der Sonne, also am Stockerl" stand
für ihn ja bereits vor Turnierbeginn nicht am Programm.
Nach einem Freilos in der ersten Runde hielt der Leibnitzer
in Runde zwei den Italiener Di Bari Fedele in Schach, bemühte
sich sehr und griff dabei auch "frech" an. Doch
leider übernahm der Italiener einen Angriff von Ossiaschwili
gekonnt und kam so zu einen Ipponsieg. Damit war für
den Leibnitzer das Turnier zu Ende.
Die offizielle Eröffnungsfeier fand am Samstag vor
den Finalkämpfen statt. Nach kurzen Ansprachen durch
Mag. Karl Heinz Tinnacher (Obmann SU Noricum Leibnitz),
Albert Gmeiner (für den ÖJV), und dem Bürgermeister
der Stadt Leibnitz, Helmut Leitenberger, eröffnete
niemand Geringerer als der Steirische Sport - LR. Ing.
Manfred Wegscheider die Veranstaltung. Bei dieser Eröffnungsfeier
waren auch noch Mag. Margit Tinnacher, LA Peter
Tschernko und "Rom Runner" Rudolf Hrubisek
live dabei. Besonderer Applaus brandete auf, als Norbert
Wiesner (SU Noricum Leibnitz) vom techn. Direktor des
ÖJV, Hr. Albert Gmeiner den 4. Dan - Grad überreicht
bekam. Diese Ehrung hat sich Norbert ehrlich verdient und
wir gratulieren ihm dazu auf das Allerherzlichste.
Nach den Finalkämpfen wurden die Delegationsleiter
zum Weingut Brolli in Gamlitz eingeladen und dort mit typisch
heimischen kulinarischen Schmankerl extra verwöhnt,
was die ansonsten schon positive Stimmung noch um eine Nuance
steigerte.
Am darauffolgenden Tag waren mit Thomas Ackerl (SU Noricum
Leibnitz, -81kg), Marko Pintaric (ASKÖ - JUDO - CLUB
GRAZ, -100kg) und Philipp Weissenbacher (ASKÖ Pöls,
+100kg) drei Kämpfer aus der Steiermark aktiv auf der
Matte.
Thomas Ackerl`s erster Gegner war der Rumäne
Cristian Bodarlau (3. Platz bei den Rumänischen U20
und den U23 Meisterschaften 2008). Nach einer Koka- und
Yuko-Führung des Rumänen musste Thomas in der
letzten Minute des Kampfes auch noch eine Ipponwertung (O-uchi)
einstecken. Viel schlimmer als diese Niederlage war für
ihn aber die in diesem Kampf erlittene Rippenprellung. Wir
wünschen Thomas Ackerl auf diesen Weg eine gute Besserung.
Nach einem Freilos in Runde eins bekam Marko Pintaric
mit dem Iraner Mojtaba einen Superathleten zugelost. Der
Iraner erreichte beim Masters Bremen U17 im vergangenen
Jahr immerhin die Bronzemedaille in der Klasse bis 90kg.
Marko sah in diesem Kampf zwar nicht schlecht aus, "lief
aber eineinhalb Minuten vor Kampfende in einen Konterwurf
(Tani-o-toshi)" und verlor dadurch mit Ippon. Auch
in der Hoffnungsrunde musste sich Marko durch einen Tani-o-toshi
gegen Artem Ryndin aus Russland mit Ippon geschlagen geben.
Der einzige Sieg einen Steirers bei diesem Turnier gelang
Philipp Weissenbacher - er besiegte in Runde eins
den Slowenen Nejc Kucan durch Festhaltegriff (Tate) mit
Ippon. Allerdings musste sich Philipp dann in Folge gegen
dem Iraner Coubar Ahmadzadeh genau zur Mitte des Kampfes
ebenfalls mit Ippon für O-uchi geschlagen geben. Auch
im ersten Semifinalkampf gegen den Deutschen Kai Brandes
musste er sich mit Ippon durch Tani-o-toshi geschlagen geben
und schied so aus dem Turnier aus.
Aus steirischer Sicht gesehen müssen wir leider zugeben,
dass wir - was internationalen Standard betrifft - bei den
U20 - Kämpfern einfach einen Nachholbedarf haben. Der
einzige Trost dabei ist, dass unsere jetzigen Judoka für
die U20 Kategorie noch sehr jung sind und die Chance haben,
sich in Zukunft zu etablieren.
Der Steirische Judoverband wünscht den genannten Judoka
alles Beste für die Zukunft und bedankt sich beim Judo
Klub SU Noricum Leibnitz - vor allem bei Norbert Wiesner
- für die Superorganisation und wünscht den Leibnitzer
Judoka alles Gute für das anschließende Trainingslager,
bei dem auch die Österreichischen Olympiahoffnungen
Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer teilweise
aktiv dabei sein werden!
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