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ARANKA SCHAUER: MIT DER "SCHNELLIGKEIT EINER KÖNIGS
- COBRA" ZU BRONZE !
Mit den beiden Union Graz Athletinnen Lisa Schönstein
(-48kg) und Aranka Schauer (-63 kg) waren an diesen Tag
zwei Steirerinnen auf der Matte.
Von allen sieben österreichischen Kämpferinnen
dieses Tages hatte Lisa Schönstein ein Freilos
in Runde eins - vielleicht ein gutes Omen. Gegen ihre erste
Gegnerin braucht man aber auch jede Menge Glück, denn
es war niemand geringerer als die regierende Weltmeisterin
Yanet Bermoy aus Kuba. Die Kubanerin suchte die Entscheidung
gleich von Beginn weg, und startete mit einem Ausheber,
für den sie eine Yuko - Wertung zugesprochen bekam.
Gegen Ende der ersten Minute gelang der Weltmeisterin dann
auch noch ein O-Uchi, für den sie mit Koka belohnt
wurde. Doch Lisa hielt tapfer entgegen, sodass der Kubanerin
kein entscheidender Wurf gelang. Der Kampf ging über
die gesamte Kampfzeit und endete erwartungsgemäß
mit einem Sieg der Weltmeisterin. Mit der Leistung selbst
konnte die Grazerin aber trotzdem sehr zufrieden sein.
Leider verlor Lisa in der 1. Hoffnungsrunde gegen Wasilisa
Prill aus Deutschland durch Würgegriff eineinhalb Minuten
vor Schluss mit Ippon und schied daher aus diesem Bewerb
aus.
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Aranka Schauer hatte es in der Klasse bis 63
kg nicht nur mit weltweit bekannten Spitzenkämpferinnen
zu tun, sondern durch Hilde Drexler und Claudia Heill
auch stärkste Konkurrenz aus dem heimischen Lager.
Gleich in Runde eins traf sie auf die Italienerin Roberta
Piano. Aranka bestimmte das Kampftempo von Beginn an.
Die ersten drei Minuten gehörten eindeutig ihr.
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Dann passierte ihr durch eine "klitzekleine"
Unachtsamkeit ein Fehler, und die Italienerin führte
mit Koka durch Tani-O-Toshi. Die Italienerin wollte diesen
Vorsprung taktisch über die Zeit bringen, was ihr aber
- Gott sei Dank - nicht gelang, denn 51 Sekunden vor Kampfende
glich Aranka mit einer Fußtechnik aus - Koka. Exakt
31 Sekunden vor Kampfende gelang ihr dann die verdiente
Führung: Waza-ari für einen super O-Uchi-gari!
Das war Sieg Nummer eins!
Danach versuchte die Russin Liubov Belskaia der Grazerin
"die Suppe" zu versalzen. Dies schien ihr anfangs
auch zu gelingen - Aranka lag zur Mitte der Kampfzeit mit
einer Koka- und einer Yuko - Wertung (O-uchi) hinten. Doch
dann explodierte die Union Graz Athletin förmlich.
In der letzten Minute des Kampfes fuhr sie über ihre
Gegnerin regelrecht darüber - und - 9 Sekunden vor
Schluss legte sie ihr Meisterstück ab - Ippon für
einen blitzartigen Seoi-Nage, das war Sieg Nummer zwei.
In Folge traf Aranka auf die starke Claudia Malzahn (GER),
die in den Kämpfen zuvor mit einer Spitzenleistung
auf sich aufmerksam machte. Dieser Kampf verlief ziemlich
ausgeglichen, wobei die Deutsche die Entscheidung im Bodenkampf
suchte. Das ging so weiter bis 31 Sekunden vor Kampfende.
Dann gelang Aranka wieder eine blitzartige Kombination -
Resultat: Koka durch Ko-uchi-barai. In der letzten Sekunde
setzte die Grazerin durch einen Konterwurf (Yuko) noch "einen
drauf!"
Damit stand im nächsten Kampf, um den es bereits um
den Einzug in das Finale ging, in der vom heimischen Publikum
heimlich erwarteten "Österreichbegegnung"
Claudia Heill gegen Aranka Schauer nichts mehr im
Wege. Die Wiener Olympia - Silbermedaillengewinnerin gegen
die Steirische Newcomerin! Claudia hatte ihre Vorrundenkämpfe
immer durch "Zittersiege" errungen und dabei jeweils
taktische Meisterleistungen abgelegt, Aranka gewann ihre
Kämpfe immer in den letzten Minuten mit tollem Einsatz.
Wer wird hier wohl am Ende jubeln können?
In der ersten Minute dieses Kampfes schien alles ausgeglichen.
Nach zwei Minuten führte Aranka sogar mit Koka und
dann brachte sie einen ihrer blitzschnellen Seoi-Nage durch.
Leider hatte sie den Wurf außerhalb der Matte angesetzt,
daher wurde diese Aktion nicht gewertet. Eineinhalb Minuten
vor Kampfende versuchte die Grazerin abermals mit Seoi-Nage
durchzukommen. Anscheinend hatte Claudia Heill genau auf
diesen Moment gewartet, denn die Olympiasilbermedaillengewinnerin
blockierte den Angriff geschickt, ging dabei mit einem Würgeansatz
zum Bodenagriff weiter und beendete dort die Aktion erfolgreich
- Ippon. Damit war die symphatische Wienerin im Finale.
Für Aranka ging es immerhin noch um die Bronzemedaille
und dabei wartete durch Hilde Drexler abermals eine
Österreicherin auf die Union Graz Athletin. Doch in
diesem Kampf war von Beginn an klar, wer hier als Siegerin
von der Matte gehen soll. Bereits nach zweiundzwanzig Sekunden
führte Aranka - abermals durch einen "Blitz -
Seoi nage" mit Waza-ari. Danach folgte eine wunderschöne
Kombination von Aranka, die sie mit einen O-Uchi erfolgreich
(Yuko) abschloss. Hilde Drexler wehrte sich verzweifelt
und machte - etwa eine Minute vor Kampfende - durch einen
"Fußgreifer" mit Yuko etwas Boden gut. Doch
den letzten Akzent in diesem Kampf setze abermals Aranka
Schauer: 44 Sekunden vor Kampfende gelang ihr ein Uchi-Mata,
klares Yuko. Damit erkämpfte sich Aranka verdient die
Bronzemedaille. Ihre blitzartigen Seoi-Nage - Angriffe begeisterten
das zahlreiche Publikum im Besonderen. Kein Wunder, denn
sie sind einfach eine "Augenweide" für jeden
Judo - Feinschmecker.
Im Finalkampf dieser Gewichtsklasse stand das Publikum
selbstverständlich auf der Seite von Claudia Heill.
Leider verlor sie diesen Kampf gegen die Kubanerin Yaritza
Abel knapp mit Koka.

Allen drei Österreicherinnen in der Gewichtsklasse
bis 63 kg - Hilde Drexler, Claudia Heill und Aranka Schauer
ist ein großes Kompliment auszusprechen. Wir waren
"very amused!" Daher gratulieren wir ihnen herzlich
zu ihren ausgezeichneten Leistungen!
Viel Freude bereitete uns auch Sabrina Filzmoser!
Unsere "Filzi" hat sich durch ihre konstant guten
Leistungen zum Publikumsliebling gemacht. Ihr Einsatz ist
einfach vorbildlich. Bei diesem Turnier fiel sie vor allem
im Bodenkampf positiv auf - ihre "Schlangenfrau ähnlichen
Festhalter" - im Besonderen die Vorarbeiten dazu -
sind phantastisch.
Dies musste bereits im ersten Kampf ihre Gegnerin Olena
Sakyo aus der Ukraine zur Kenntnis nehmen. Nach einem schönen
Uchi-Mata besiegte Sabrina ihre Gegnerin nach bereits einer
Minute durch Festhalter mit Ippon. Nach Siegen über
Dora Hegedus (HUN) und Viola Wächter (GER) verlor sie
zwar im Kampf um den Einzug in das Finale gegen die Japanerin
Nae Ukeda mit Ippon durch O-soto-gari, doch im Kampf um
Bronze gegen die Russin Arina Alexandrova gelang ihr nach
einem Uchi-Mata Angriff abermals ein "Filzi - Festhalter,"
aus dem es einfach kein Entrinnen gab! Das Publikum tobte
nach dieser Aktion und wir freuten uns mit unserer großartigen
Sabrina Filzmoser mit - herzliche Gratulation!
Der Steirische Judoverband gratuliert
allen Österreichischen Judoka zu ihren tollen Erfolgen!
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